E-Mails enthalten manchmal sensible Informationen. Die wollen Sie zuverlässig löschen. Reicht dafür eigentlich das Entfernen aus dem Outlook-Ordner “Gelöschte Objekte” aus?

Nein, wenn Sie wirklich sicher sein wollen, reicht das Entfernen nicht aus. Standardmäßig markiert Outlook eine gelöschte Nachricht nur als solche, behält den Inhalt aber zunächst weiterhin in der PST-Datei (Personal Store). Per Hex-Editor oder mit anderen Tools ist es dann möglich, noch auf die gelöschten Inhalte zuzugreifen. Erst durch das Komprimieren der PST-Datei werden die Datenbereiche tatsächlich überschrieben.

Dazu wählen Sie “Datei | Datendateiverwaltung “, markieren im folgenden Dialog die PST-Datei und öffnen “Einstellungen” per Mausklick. Im nächsten Dialog “Persönliche Ordner” wählen Sie “Jetzt komprimieren “. Je nach Größe und Fragmentierung des Datenbestandes und abhängig von der Leistungsfähigkeit Ihres Systems kann das eine gewisse Zeit dauern.

Durch einen zusätzlichen Eintrag in der Registry können Sie Outlook übrigens befehlen, gelöschte Elemente stets beim Beenden des Programms endgültig zu entfernen. Dazu öffnen Sie “Ausführen” im Startmenü, geben “regedit” ein und klicken auf “OK”. Navigieren Sie im Registry-Editor zum Schlüssel “HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office”. Darunter suchen Sie den Schlüssel für die jeweilige Office-Version, also “10.0″, “11.0″ oder “12.0″ für die Versionen XP, 2003 und 2007. Navigieren Sie von dort weiter in den Unterschlüssel “Outlook\ PST”.

Dann klicken Sie in den rechten Fensterbereich, legen mit “Bearbeiten | Neu | DWORD-Wert” einen Eintrag mit dem Namen “PSTNullFreeOnClose” an und drücken die Eingabetaste. Nach einem Doppelklick auf das neue Element setzen Sie seinen “Wert” auf “1″. Bestätigen Sie mit “OK” und schließen Sie die Registry.

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Gilt für: Outlook XP, 2003, 2007